» Ziel ist der öffentliche Diskurs um den Umgang mit der Mensa am Park in Weimar und die Vorbereitung einer denkmalgerechten Sanierung «

Die Gedanken sind frei

So, 3.Januar 2010 | Autor: mensadebatte.de | Facebook

Hier wollen wir Ihren ersten Meinungen ein Forum bieten.

6 Kommentare »

6 Kommentare zu “Die Gedanken sind frei”

  1. 1

    Sarah Werle

    schrieb am 3. Januar 2010, 16:42 Uhr

    Erste ;-)

    Ich fände es wirklich schade nicht mehr am Park essen zu können, – der Park entschädigt für das ein oder andere Gericht ;-) – also einen guten Start und eine lebendige Diskussion hier…

    Sarah

  2. 2

    carsten meyer

    schrieb am 3. Januar 2010, 17:32 Uhr

    hallo zusammen,

    ich bin durch irgend jemand netten auf diese seite aufmerksam geworden. vielen dank für die initiative.

    zu dem thema werde ich in zweifacher hinsicht demnächst wohl mehr als einmal gefragt werden: ich sitze 1. für die Grünen im stadtrat von weimar und dort ist der standort sicher bald wieder thema. wer sich unsere position dazu mal genauer anhören möchte, ist herzlich eingeladen, genauso wie wir an einer debatte interessiert sind.
    zum 2. sitze ich auch für die Grünen im landtag. dort bin ich nicht für kultur und hochschule zuständig, dass ist astrid rothe-beinlich, aber dafür für den haushaltsausschuss. und er wird wohl auch eine meinung zum vorhaben entwickeln müssen (egal an welchem standort).
    kurzum: ich bleibe gerne in kontakt, zu erreichen bin ich auch in meinem wahlkreisbüro, burgplatz 5, tel: 494399

    carsten meyer

  3. 3

    Cilia Lichtenberg

    schrieb am 4. Januar 2010, 11:23 Uhr

    Hey
    Auch wenn mir das Mensa Essen nicht immer so schmeckt und es einige Gründe gibt die gegen die Mensa sprechen, bin ich für ihre Erhaltung! Sie gehört zu unserem Campus und ich will nur ungern auf eine neue, kleine Mensa umsteigen. Der Standort am Park und damit das schöne Draußensitzen würde uns verloren gehen, die Touristen des Museums würden uns vertreiben und den Uni Alltag stören und wir hätten kein großes Foyer mehr, welches wir für Parties und andere Veranstaltungen nutzen können! Man bedenke noch die tollen Lampen, die außer unsere Mensa nur den Palast der Republik schmücken durften und woanders nicht mehr so toll zur Geltung kommen würden! So viele Zeugnisse der DDR gibt es in Weimar nicht mehr (außer vielleicht noch den Jakob…) und auch diese gehört hier her. Ich denke, dass sind genug Gründe für eine Erhaltung der Mensa!!!
    Guten Start ins Neue Jahr, hoffentlich weiterhin mit der Mensa als Treffpunkt und Veranstaltungsort!
    Cilia

  4. 4

    Sebastian Schmidt

    schrieb am 4. Januar 2010, 12:26 Uhr

    Ich weiß wie vorsichtig ich und andere es auch formulieren werden, es wird nich klappen diese Debatte, über lange Zeit, ganz objektiv zu betreiben, deswegen werde ich mich davon versuchen frei zu machen und einfach mal mit einer, vielleicht provokativen, Frage in die Diskussion einsteigen.

    Mal abgesehen von all den Punkten die vorgebracht wurden , damit meine ich , die der Finanzierung des neuen Museums, die der Lage der Mensa als Zentrum “studentischen Lebens”, und auch Fragen der Nachhaltigkeit beim Abriss des Baus, was ist das wirklich wichtig an der Sache?

    Ich meine betrachtet man einmal all jene Punkte so muss man sagen dass sie zwar von einer rein objektiven Warte aus sehr vernünftig klingen, aber ganz offen formuliert: wer schert sich darum ?

    Die Menschen die ein Gebäude nutzen tun dies meist nicht, auch wenn jetzt alle, angeheizt durch diese Debatte, natürlich von sich behaupten werden genau dies zu tun, oder aber viel eher werden sich die Wenigen unter den Vielen die dies vielleicht wirklich tun hier einfinden.

    Frage ist also ganz einfach formuliert: wer fühlt sich denn wohl in dieser Mensa?

    Hier ist einige Überwindung gefragt für jene unter euch, die sich den genannten Gründen für einen Erhalt anschließen, denn ihr müsst kurz anders denken als ihr es gewohnt seid. Denkt einmal ohne diese Gründe und fragt euch sehr ernsthaft, ob ihr euch wohlfühlt. las erstes werdet ihr wahrscheinlich sehr schnell zu einem Ja kommen doch überlegt erneut . Ist dieses Ja vielleicht begründet durch Erlebnisse die ihr hier hattet, vielleicht das Gefühl des Glücks überhaupt zu studieren, denn das studieren ist eine schöne Zeit, ohne Frage, vielleicht rührt euer Ja auch von den gemütlichen Stunden beim Kaffee her, den ihr hier geschlürft habt und bei dem ihr euch mit Freunden über allerlei Dinge unterhalten habt .

    Oder euer Ja stammt von Partys und Veranstaltungen die hier stattfanden , wichtig ist in all den Fällen fühltet ihr euch wohl wegen der Leute, oder den Ereignissen, nicht aber zwangsläufig wegen dem Gebäude selbst .

    habt ihr das geprüft und habt euch entschieden dass das vielleicht der Grund für euere Zustimmung war so streicht dies ab und prüft was übrig bleibt wenn nicht sucht weiter.

    Schreitet fort in euerer Bewertung egal ob ihr nun abgestrichen habt oder ob ihr das ausschließen konntet fragt euch nun ob vielleicht der einfache Wille etwas zu bewegen euch beflügelt. Oftmals erscheint es nicht so wenn man selbst diesem Willen erlegen ist doch er macht die meisten Sachen besser als sie sind weil man sie nicht mehr reflektiert.

    Dann bewertet ob ihr vielleicht durch die Debatte selbst oder euer Studium beeinflusst wurdet , und ob eure Meinung wirklich die eure ist. Es ist nicht damit getan festzustellen ” Ja klar ist das meine Meinung !” sondern überlegt genau ….überlegt wie sehr euch das Studium prägte prüft was es euch mit auf den Weg gab und wieso ihr dem was es euch gab heute glauben schenkt und es als “eure Meinung” so sicherer vertretet.

    Worauf ich hinaus will ist ihr müsst eure Gedanken einmal von allem Ballast befreien um an einen Punkt zu kommen wo wahre Objektivität wieder möglich erscheint ein Ort fast ganz frei von Meinung und den Eingebungen der Welt um euch herum , beschränkt auf die niedrigsten Gefühle.

    UND DANN fragt euch noch einmal was ihr empfindet wenn ihr das Gebäude betrachtet, betrachtet es genau, geht hindurch erfahrt seine Art, schämt euch nicht euch auf den Boden zu legen oder euch ganz nah an die Wände zu pressen , zu fühlen wie alles beschaffen ist auch wenn euch andere beäugen werden und sich ins Fäustchen lachen ( ich selbst würde bei so einem Verhalten lachen denke ich ) ….

    Wichtig ist am Ende nur dass ihr euch wirklich klar macht was euch an dem Gebäude selbst gefällt nicht was an den Begleitumständen seiner Existenz.

    Ich weiß diese ansicht teilen kaum Leute aber wichtig erscheint mir im Endeffekt das ein Gebäude gefällt dass es wohlbefinden erzeugen kann .

    Bei mir tu es das zum Beispiel nicht. Egal wie oft ich mir vor Augen führe dass es vielleicht ein Kapitel deutscher Baugeschichte sei, oder dass es eines der wenigen Bauwerke weiblicher Architekten dieser Zeit ist es macht es nicht besser vom Standpunkt dass es gefallen muss und eher ein Relikt als ein Juwel ist.

    Was am ende steht ist wohl die Frage Welche Aufgabe ein Gebäude hat? Neben seiner ersten Aufgabe die Funktion zu erfüllen für die es errichtet wurde soll es da gefallen und wohlbefinden erzeugen oder soll es angefüllt werden mit Inhalten und Informationenen. Gebäude die wirklich funktionieren und wirklich die Seele des Menshcen berühren benötigen keine Begründung ihrer Existenz denke ich. die Menshcen erkennen bei diesen Werken ganz instinktiv dass sie dafür eintreten wollen .

    Bei der Mensa scheint dies nur zu passieren wenn man sie darauf stößt oder man sich da anschließt an die Diskussion.

  5. 5

    daniela brasil

    schrieb am 4. Januar 2010, 14:44 Uhr

    wird es einen interdisziplinären wettbewerb für studierende aller fakultäten geben?

    oder wieder bloß ein entwurf von arroganten architekten, wie bei der neuen bibliothek mit ihrer unberühbaren grauen fassade, irritierenden holzfußböden und der fehlenden verbindung zur alten, süßen limona?

  6. 6

    Dieter Siedhoff

    schrieb am 9. Januar 2010, 13:55 Uhr

    Als Mitarbeiter des Institutes für Baustoffe habe ich bis zu unserer Abwicklung 1991 die Mensa Am Park genutzt. Der Mensa – Standort sollte unbedingt erhalten bleiben. Dies wäre zweckmäßig und rationell.

    Als Standort für das neue Bauhausmuseum schlage ich die Geschwister- Scholl-Str. gegenüber dem Hauptgebäude der Bauhaus- Uni vor. In dem Blockbau hatte ich als Stellvertreter des Direktor meinen Arbeitsplatz. Zur Wendezeit hat mich ein Architekt aus dem Westen massiv beschimpft, warum wir mit dem Bau und weiteren Gebäuden (Versuchhalle,Laborgebäude) das Bauhausanwesen stören. Wir sollten ihm Recht geben.

    Die MFPA als Aninstitut der Bauhaus-Uni und abgespeckter Nachfolger des IfB hat das Gelände freigezogen und einen neuen Gebäudekomplex in der Coudray Str. erhalten. Der Museumsstandort wäre optimal zumal auch die Touristenströme hier entlang führen.


Verfassen Sie einen Kommentar

  • Möchten Sie Ihr Anliegen als eigenen Artikel auf dieser Website verfassen, treten Sie bitte mit uns in Kontakt. Gerne geben wir Ihrer Meinung zum Thema hier eine Plattform.