» Ziel ist der öffentliche Diskurs um den Umgang mit der Mensa am Park in Weimar und die Vorbereitung einer denkmalgerechten Sanierung «

Mensadebatte startet Crowdfunding Projekt

Di, 7.Mai 2013 | Autor: mensadebatte.de | Facebook

Ein Buch über das Gebrauchen und Verbrauchen jüngster Architektur

Die seit Januar 2010 aktive Initiative zum Schutz der Mensa am Park in Weimar hat ein Buch über das jüngste Baudenkmal der Stadt Weimar verfasst. Dessen Druck wird nun über Crowdfunding finanziert. Mit den Inhalten soll die Öffentlichkeit am Beispiel der Mensa am Park für die Erhaltung junger, funktionsfähiger Gebäude sensibilisiert werden.

»Wir sehen im Crowdfunding die Chance, mit der Weimarer Mensa einen innovativen Weg in der aktiven Denkmalpflege zu gehen und dieses wichtige Thema auch für eine jüngere Zielgruppe interessant zu machen. Wir können uns langfristig sogar vorstellen, die Sanierung der Mensa über digitale Spenden mit zu finanzieren. Sozusagen Denkmalpflege 2.0!«, so Moritz Fritz, Mitbegründer der Initiative Mensadebatte.

In dreijähriger Forschungsarbeit hat die Initiative Mensadebatte die architektonischen Besonderheiten der 1982 eröffneten Mensa am Park in Weimar recherchiert und erstmals geordnet. Unterstützt wurden Sie dabei von Mitarbeitern und Studierenden der Bauhaus-Universität Weimar. Interviews mit am Bau Beteiligten und zahlreiche Fotostrecken aus der Nutzungsgeschichte machen die Publikation leicht zugänglich und anschaulich. Für den Druck des Buches fehlt den ehrenamtlichen MitarbeiternInnen allerdings das Budget. Deswegen haben sie Anfang Mai auf der Crowdfunding-Plattform startnext.de ihr Projekt gestartet.

Nach der Startphase, bei der zunächst 100 Fans gesammelt werden mussten, kann ab sofort jeder finanzielle Unterstützung für das Buch leisten. Ebenso können sich Institutionen als offizielle Förderer beteiligen.

Als Dankeschön winken je nach Förderbetrag neben dem Buch inklusive Namensnennung auch signierte Fotografien und exklusive Führungen oder Vorträge zur Mensa. Verlegt wird das Buch bei M BOOKS, einem unabhängigen Verlag aus Weimar, der sich für lokale Themen interessiert, die gleichzeitig Relevanz für größere Debatten haben.

Neben der Auseinandersetzung mit der denkmalgeschützten Mensa am Park, wollen die Initiatoren mit Ihrem Buch auch Vermittlungsarbeit zum Umgang mit dem allgemeinen Gebäudebestand leisten. »30-Jahre alte Gebäude, wie die Mensa am Park in Weimar, sind aufgrund ihrer aus der Mode gekommenen Architektur für Viele auf den ersten Blick nicht erhaltenswert. Ein Abriss würde also nicht als Verlust wahrgenommen werden. In Hinblick auf die verwendeten Ressourcen ergibt sich aber eine katastrophale Energiebilanz: die aufgebrachte Energie und die eingesetzten Material gehen verloren,« so Moritz Fritz weiter.

Unterstützt werden kann das Projekt online noch bis zum 3. Juni 2013 unter

www.startnext.de/mensadebatte-weimar

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